Sprechen Sie uns an! Mo.-Fr. 9.00-17.00 Uhr +49 351/47791-0

Offline-Roboterprogrammierung (OLP)

Roboterprozesse effizient programmieren
während die Anlage weiterläuft

Offline‑Roboterprogrammierung (OLP) ermöglicht es, Roboterprogramme virtuell zu erstellen, zu testen und zu optimieren – weitgehend unabhängig von der realen Anlage.

Besonders bei komplexen Fertigungsprozessen, häufigen Produktwechseln oder oder zeitkritischen Anpassungen stoßen klassische Programmieransätze jedoch schnell an ihre Grenzen.

OLP bietet hier entscheidende Vorteile gegenüber der klassischen Online‑Programmierung, insbesondere in Bezug auf Effizienz, Qualität und Flexibilität.

Dabei ist OLP mehr als ein reines Software‑Tool: Sie verändert, wie Roboterprogramme entstehen und produktiv eingesetzt werden – von der Planung bis zum Betrieb.

DUALIS unterstützt Unternehmen dabei, OLP systematisch einzuführen und nachhaltig im Unternehmen zu verankern – von der ersten Bewertung bis zur produktiven Anwendung.

Diese Seite gibt einen Überblick über die Grundlagen der Offline‑Roboterprogrammierung, typische Einsatzszenarien sowie die Abgrenzung zur reinen Roboter‑ und Layoutsimulation.

Was ist Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline-Roboterprogrammierung mit Visual Components OLP: Vorrichtungsloses Schweißen mit mehreren Robotern

Offline‑Roboterprogrammierung beschreibt die Erstellung vollständiger Roboterprogramme an einem digitalen Zwilling der Anlage – unabhängig von der realen Produktionsumgebung. Anwender planen, erstellen, testen und optimieren Roboterprogramme virtuell, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen

Dabei werden:

  • Roboterkinematik
  • Werkzeuge, Vorrichtungen und Bauteile
  • technologiespezifische Prozessparameter

virtuell abgebildet. Das Ergebnis ist Roboter-Code, den Anwender nach der Prüfung direkt auf die reale Robotersteuerung übertragen können.

Im Unterschied zur reinen Simulation geht es bei der Offline‑Roboterprogrammierung nicht nur um Bewegungen, sondern um prozessrelevante Fertigungsaufgaben – etwa beim Schweißen, Kleben, Schleifen oder Lackieren.

Wie unterscheidet sich Offline‑ von Online‑Roboterprogrammierung?

Bei welchen Anwendungen ist Offline‑Programmierung die richtige Wahl?

Nicht jede Roboteranwendung benötigt eine vollwertige Offline‑Roboterprogrammierung. Entscheidend ist, ob der Roboter lediglich bewegt oder tatsächlich fertigt.

Reine Handling‑ & Pick‑&‑Place‑Anwendungen

Für technologiearme Anwendungen reicht häufig eine Roboter‑ und Prozesssimulation aus. Der Fokus liegt hier auf Bewegung, Positionierung und Materialübergabe – nicht auf dem eigentlichen Fertigungsprozess.

Typische Szenarien sind:

  • Maschinen be‑ und entladen
  • Palettieren
  • Übergaben im Materialfluss
  • Sortier‑ und Positionieraufgaben
  • einfache Pfadbewegungen ohne Prozesslogik

Hier ist Visual Components Professional oder Premium in der Regel ausreichend.

Simulation Pick and Place Anwendung von Robotern an Förderband

Simulation mit Fanuc Robotern Pick &Place Anwendung

Simulation oder Offline‑Roboterprogrammierung – wo liegt der Unterschied?

Die Simulation dient der virtuellen Absicherung von Layout, Bewegungen und Abläufen – etwa hinsichtlich Erreichbarkeit, Taktzeit oder Kollisionen. Sie zeigt, ob ein Roboterprozess grundsätzlich funktioniert.

Die Offline‑Roboterprogrammierung (OLP) geht einen Schritt weiter. Sie erzeugt vollständige, fertigungstaugliche Roboterprogramme inklusive prozess‑ und technologiespezifischer Parameter, die direkt auf die reale Steuerung übertragen werden können.

Simulation zeigt, dass ein Prozess möglich ist.
Offline‑Roboterprogrammierung definiert, wie er zuverlässig gefertigt wird.


Die zentrale Frage in der Praxis lautet daher:
Wann ist OLP die richtige Wahl – und wann reicht Simulation aus?

OLP sinnvoll

  • Roboter bearbeitet das Bauteil aktiv (z. B. Schweißen, Kleben)
  • Hohe Anforderungen an Genauigkeit und Prozessqualität
  • Häufige Produktwechsel oder Varianten
  • Komplexe Geometrien und Bewegungsabläufe

Simulation ausreichend

  • Reine Handhabung (Pick & Place)
  • Einfache, standardisierte Abläufe
  • Fokus auf Layout und Materialfluss

Wenn der Roboter mehr tut als bewegen: Technologieintensive Fertigungsprozesse

Sobald Roboter aktiv in den Fertigungsprozess eingreifen, wird Offline‑Roboterprogrammierung zur Schlüsseltechnologie. In diesen Anwendungen geht es nicht nur um Bewegung, sondern um präzise, wiederholgenaue Prozessausführung.

Schweißen
Bearbeiten
Kleben und Dichten

Offline-Programmierung für robotergestützte Klebe- und Dichtprozesse

Klebe‑ und Dichtprozesse erfordern eine exakte Dosierung und gleichmäßige Raupenführung. Mit OLP werden Bewegungen und Prozessparameter wie Klebermenge, Start‑ und Stopppunkte oder Düsenschaltzeiten vorab definiert und virtuell geprüft.

Lackieren und Beschichten
Schneiden
Montageprozesse ohne feste Vorrichtungen

Wann lohnt sich Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline‑Roboterprogrammierung ist nicht für jede Roboteranwendung zwingend erforderlich. Ihr Nutzen entfaltet sich vor allem dann, wenn Komplexität, Präzision oder Variantenvielfalt steigen. Die folgenden Fragen helfen bei der Einordnung.

Offline‑Roboterprogrammierung lohnt sich insbesondere, wenn …

  • der Roboter technologieintensive Prozesse ausführt (z. B. Schweißen, Kleben, Schleifen, Lackieren)
  • Prozessparameter Bestandteil des Robotercodes sind
  • häufige Produktwechsel oder Varianten vorgesehen sind
  • neue Produkte programmiert werden sollen, während die Anlage weiter produziert
  • mehrere Roboter koordiniert oder synchron arbeiten müssen
  • Anlagenstillstände hohe Kosten verursachen
  • Prozesse frühzeitig virtuell abgesichert werden sollen

Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto größer ist der Mehrwert von Offline‑Roboterprogrammierung gegenüber reiner Online‑Programmierung oder Simulation. In diesen Szenarien zahlt OLP direkt auf Effizienz, Qualität und Planungssicherheit ein.

Offline-Roboterprogrammierung mit Visual Components OLP: Vorrichtungsloses Schweißen mit mehreren Robotern

Welche Herausforderungen gibt es bei der Roboterprogrammierung?

Viele Unternehmen stehen bei der Programmierung von Industrierobotern vor ähnlichen Herausforderungen, insbesondere bei komplexen Anwendungen und steigender Variantenvielfalt:

  • Programmänderungen müssen direkt an der Anlage vorgenommen werden und blockieren die laufende Produktion
  • Neue Bauteile erfordern aufwendige Teach‑Prozesse und lange Inbetriebnahmezeiten
  • Komplexe Geometrien lassen sich nur schwer reproduzierbar programmieren
  • Hohe Variantenvielfalt erhöht den Programmieraufwand und erschwert standardisierte Abläufe
  • Die Qualität der Programme hängt stark vom individuellen Know‑how einzelner Mitarbeiter ab

Diese Herausforderungen führen in der Praxis häufig zu verlängerten Stillständen, höherem Aufwand bei Produktwechseln und einer geringeren Prozesssicherheit.

Genau hier setzt die Offline‑Roboterprogrammierung an:
Mit OLP werden Roboterprogramme unabhängig von der realen Anlage in einer virtuellen Umgebung erstellt, getestet und optimiert. Das reduziert Stillstandszeiten, erleichtert den Umgang mit Varianten und sorgt für eine deutlich höhere Reproduzierbarkeit.

Neue Visual Components OLP Generation

Welche Vorteile bietet Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline‑Programmierung bietet sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile:

Reduzierte Stillstandszeiten der Anlage

Roboterprogramme entstehen außerhalb der laufenden Produktion. Anlagen müssen für Programmierung oder Anpassungen nicht oder nur deutlich kürzer stillstehen, was die Verfügbarkeit erhöht.

Bessere Planbarkeit von Änderungen und Produktanläufen

Änderungen am Produkt oder Prozess lassen sich virtuell vorbereiten und absichern. Das reduziert Unsicherheiten bei Anläufen und erleichtert die Planung von Umstellungen.

Höhere Programmqualität durch Tests im digitalen Zwilling

Virtuelle Tests ermöglichen es, Fehler, Kollisionen oder logische Probleme frühzeitig zu erkennen. Programme gehen dadurch stabiler und besser vorbereitet in den realen Betrieb.

Schnellere Produktwechsel und kürzere Ramp‑up‑Phasen

Neue Varianten oder Produkte können offline programmiert werden, während bestehende Prozesse weiterlaufen. Das beschleunigt den Übergang vom ersten Programm bis zur stabilen Serie.

Transparenz

Sichere Analyse von Sonderfällen und Grenzszenarien

Auch seltene oder kritische Situationen lassen sich virtuell untersuchen, ohne Risiko für Mensch, Anlage oder Produkt. Das erhöht die Prozesssicherheit insgesamt.

Durchgängige Zusammenarbeit im gesamten Prozess

Alle beteiligten Rollen – von der Arbeitsvorbereitung bis zur Inbetriebnahme – greifen auf denselben digitalen Zwilling zu. Das erleichtert die Abstimmung, reduziert Schnittstellenprobleme und sorgt für ein gemeinsames Prozessverständnis.

Welche Vorteile bietet OLP für unterschiedliche Nutzer?

Offline‑Roboterprogrammierung entfaltet ihren Nutzen entlang des gesamten Engineering‑ und Produktionsprozesses – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

Vorteile für Roboterprogrammierer

Offline‑Robot­erprogrammierung verlagert einen Großteil der Programmierarbeit vom Shopfloor an den Arbeitsplatz. Programme können strukturiert erstellt, getestet und iterativ verbessert werden – ohne Zeitdruck durch laufende Produktion.

Typische Vorteile:

  • Programmierung während der Betrieb weiterläuft
  • Klare Trennung von Bewegung und Technologie
  • Bessere Übersicht bei komplexen Pfad‑ und Prozesslogiken
  • Wiederverwendbarkeit von Programmen und Bausteinen
  • Sicheres Testen von Sonder- und Fehlerszenarien

Vorteile für Arbeitsvorbereitung & Fertigungsplanung

Für Arbeitsvorbereitung und Planung schafft OLP frühzeitig Transparenz über Abläufe, Machbarkeit und Varianten. Änderungen am Produkt oder Prozess lassen sich virtuell bewerten, bevor sie in der Produktion wirksam werden.

Typische Vorteile:

  • Frühzeitige Absicherung von Prozessen
  • Vergleich unterschiedlicher Prozessstrategien
  • Kürzere Ramp‑up‑Phasen bei neuen Produkten
  • Unterstützung bei Varianten- und Prototypenfertigung
  • Bessere Planbarkeit von Ressourcen und Taktzeiten

Vorteile für Produktion & Instandhaltung

Aus Sicht von Produktion und Instandhaltung reduziert Offline‑Roboterprogrammierung ungeplante Eingriffe in laufende Anlagen. Änderungen werden vorbereitet und getestet, bevor sie in die reale Anlage eingespielt werden.

Typische Vorteile:

  • Reduzierte Stillstandszeiten in der Produktion
  • Stabilere Inbetriebnahmen und Prozessanläufe
  • Weniger manuelle Nacharbeit an Roboterprogrammen
  • Bessere Nachvollziehbarkeit von Änderungen für die Instandhaltung
  • Schnellere Reaktion auf Produkt‑ oder Prozessanpassungen

Vorteile für Anlagenbauer & Systemintegratoren

Für Anlagenbauer und Integratoren ermöglicht OLP eine strukturierte, reproduzierbare Programmiermethodik über Projekte hinweg. Virtuelle Tests verkürzen Inbetriebnahmen und reduzieren Projektrisiken.

Typische Vorteile:

  • Paralleles Arbeiten von Mechanik, Elektrik und Programmierung
  • Kürzere Inbetriebnahme vor Ort
  • Höhere Programmqualität bereits vor Auslieferung
  • Wiederverwendung von Templates und Best‑Practice‑Lösungen
  • Bessere Abstimmung mit Kunden und Fachabteilungen

Vorteile für Projektverantwortliche & Management

Offline‑Roboterprogrammierung zahlt direkt auf Wirtschaftlichkeit und Planungssicherheit ein. Risiken werden früher sichtbar, Projekte belastbarer kalkulierbar.

Typische Vorteile:

  • Reduzierte Projektlaufzeiten
  • Geringere Stillstands- und Anlaufkosten
  • Bessere Termin- und Ressourcensicherheit
  • Skalierbarkeit bei wachsenden Automationsgraden
  • Unterstützung von Losgröße 1‑ und Variantenstrategien

Je komplexer der Roboterprozess und je größer der Varianten- oder Änderungsdruck, desto stärker wirkt sich Offline‑Roboterprogrammierung positiv auf Effizienz, Qualität und Planungssicherheit aus.

Offline-Roboterprogrammierung bietet Vorteile für Roboterprogrammierer, Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung, Produktion, Instandhaltung, Anlagenbauer, Systemintegratoren, Projektverantwortliche und Management

Wie funktioniert Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline-Programmierung Roboterschweißen: digitaler und realer Schweißroboter arbeiten Hand in Hand

Offline‑Roboterprogrammierung verlagert einen großen Teil der Programmierung und Absicherung in den digitalen Raum – und entlastet damit reale Anlagen und Produktionsprozesse.

1. Aufbau des digitalen Zwillings der Roboterzelle

Im ersten Schritt wird die reale Roboterzelle virtuell abgebildet. Dazu gehören Roboter, Achs- und Kinematikdaten, Werkzeuge, Vorrichtungen, Bauteile sowie die relevante Peripherie. Ziel ist ein digitales Modell, das die reale Anlage geometrisch und funktional möglichst exakt widerspiegelt.

2. Definition von Werkzeugen, Koordinatensystemen und Referenzen

Damit Roboterprogramme später korrekt ausgeführt werden können, werden Werkzeuge (TCP), Basen und Koordinatensysteme definiert. Diese Referenzen bilden die Grundlage für präzise Bewegungen und sorgen dafür, dass die virtuelle Programmierung eindeutig auf die reale Anlage übertragbar ist.

3. Kalibrierung von Roboter und Zelle (optional, aber entscheidend)

Bei technologieintensiven Anwendungen wird die virtuelle Zelle kalibriert. Ziel ist es, Abweichungen zwischen digitalem Modell und realer Anlage auf ein Minimum zu reduzieren. Eine hohe Übereinstimmung ist besonders wichtig, wenn der Roboter fertigt – etwa beim Schweißen oder Kleben, wo bereits kleine Positionsabweichungen sichtbar werden.

4. Erstellung von Roboterpfaden und Bewegungsabläufen

Auf Basis des digitalen Zwillings werden Roboterbahnen erstellt. Je nach Anwendung erfolgt dies manuell, halbautomatisch oder automatisiert. Dabei werden Bewegungen, Geschwindigkeiten, Übergänge und Prozessabfolgen so definiert, dass sie den realen Fertigungsablauf abbilden.

5. Definition von Prozess- und Technologieparametern

In der Offline‑Roboterprogrammierung werden nicht nur Bewegungen, sondern auch prozessspezifische Parameter festgelegt. Dazu zählen beispielsweise Schweißstrom und Drahtvorschub, Klebermenge und Düsenschaltzeiten oder Anpressdruck und Bearbeitungsstrategie. Diese Parameter sind integraler Bestandteil des späteren Robotercodes.

6. Simulation, Kollisionsprüfung und Validierung

Bevor ein Programm freigegeben wird, wird der gesamte Ablauf virtuell getestet. Dabei werden Kollisionen, Reichweiten, Taktzeiten und Prozessfolgen überprüft. Auf diese Weise lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und ohne Risiko korrigieren.

7. Generierung und Anpassung des nativen Robotercodes

Nach erfolgreicher Simulation wird aus dem virtuellen Modell nativer Robotercode erzeugt. Dieser ist auf die jeweilige Robotersteuerung zugeschnitten und berücksichtigt sowohl Bewegungen als auch Prozessparameter. Falls erforderlich, kann der Code zusätzlich angepasst oder ergänzt werden.

8. Übertragung und Inbetriebnahme an der realen Anlage

Im letzten Schritt wird der Offline erstellte Code auf die reale Robotersteuerung übertragen. Aufgrund der vorherigen Tests ist der Aufwand für Anpassungen bei der Inbetriebnahme deutlich reduziert. Änderungen und neue Varianten können zukünftig erneut offline erstellt werden, ohne die Produktion zu stoppen.

Wie unterstützt die OLP Suite von Visual Components die Offline‑Roboterprogrammierung?

Die OLP Suite von Visual Components unterstützt Unternehmen dabei, Offline‑Roboterprogrammierung standardisiert, herstellerunabhängig und skalierbar umzusetzen. Sie bildet den gesamten OLP‑Prozess auf Basis eines digitalen Anlagenmodells ab und unterstützt Anwender von der virtuellen Programmerstellung bis zur Übergabe lauffähiger Roboterprogramme an die reale Anlage.

Zentrale Unterstützungspunkte der OLP Suite

Durchgängiger OLP‑Workflow

Die Software unterstützt alle Schritte der Offline‑Roboterprogrammierung in einem konsistenten Workflow – von der virtuellen Zellenabbildung über die Programmerstellung bis zur Übergabe an die Robotersteuerung. So wird OLP zu einem wiederholbaren, strukturierten Prozess.

Ein‑Klick‑Programmierung für Roboterprozesse

Roboterbewegungen und ‑pfade lassen sich automatisiert erzeugen. Das reduziert den manuellen Programmieraufwand – insbesondere bei komplexen Geometrien, technologieintensiven Prozessen oder häufigen Varianten.

CAD‑basierte Programmerstellung

Bestehende CAD‑Daten von Bauteilen, Werkzeugen oder Vorrichtungen dienen direkt als Grundlage für die Offline‑Programmierung. Konstruktion und Programmierung greifen damit enger ineinander. Medienbrüche werden vermieden.

Postprozessoren für alle gängigen Robotermarken

Über integrierte Postprozessoren erzeugt die OLP Suite herstellerspezifischen, nativen Robotercode. Aktuell werden mehr als 20 etablierte Robotermarken unterstützt, sodass auch gemischte Roboterlandschaften mit einer einheitlichen OLP‑Lösung abgedeckt werden können.

Frühe Absicherung durch virtuelle Tests

Kollisionen, Reichweitenprobleme oder ungünstige Roboterstellungen lassen sich bereits im digitalen Modell erkennen und beheben. Programme gehen dadurch stabiler und besser vorbereitet in die reale Produktion.

Breite Prozessunterstützung

Die OLP Suite eignet sich für zahlreiche technologieintensive Anwendungen wie Schweißen, Bearbeiten, Kleben, Lackieren, Schneiden oder vorrichtungslose Montage und unterstützt damit unterschiedliche Automatisierungsszenarien auf einer Plattform.

Wie unterstützt DUALIS bei der Einführung von Offline‑Roboterprogrammierung?

OLP ist kein reines Softwareprojekt – entscheidend ist die richtige Einführung und Integration in bestehende Prozesse.

DUALIS versteht Offline‑Roboterprogrammierung daher als methodischen Baustein einer zukunftsfähigen Produktions‑ und Automatisierungsstrategie.

Als langjähriger Integrations‑ und Beratungspartner begleiten wir Unternehmen von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz von Visual Components OLP.

In der Praxis unterstützen wir Sie strukturiert entlang des gesamten Einführungsprozesses:

  • Bewertung geeigneter Anwendungsfälle
  • Aufbau des digitalen Modells
  • Erstellung und Optimierung erster Programme
  • Schulung und Enablement Ihrer Teams
  • Begleitung im laufenden Betrieb

Ziel ist es, dass OLP nicht nur eingeführt, sondern nachhaltig und effizient genutzt wird.

DUALIS Services

FAQ zur Offline-Roboterprogrammierung (OLP)

Was ist Offline‑Roboterprogrammierung (OLP)?

Offline‑Roboterprogrammierung (OLP) ermöglicht die Erstellung und Optimierung von Roboterprogrammen in einer virtuellen Umgebung. Dadurch können Programme weitgehend unabhängig von der realen Anlage entwickelt und getestet werden.

In der Praxis bedeutet das:
Die Produktion wird während der Programmierung nicht unterbrochen, lediglich beim Übertragen und Einfahren des Programms entstehen kurze Stillstände. Diese sind jedoch deutlich geringer als bei der klassischen Online‑Programmierung.

Was ist der Unterschied zwischen Simulation und Offline‑Programmierung?

Simulation wird vor allem für Layoutplanung und Materialfluss eingesetzt.

Offline‑Programmierung geht einen Schritt weiter: Hier werden Roboterprogramme inklusive Bewegungsabläufen und Prozesslogik erstellt und direkt für die reale Anlage vorbereitet.

OLP wird insbesondere dann relevant, wenn Technologieprozesse, Genauigkeit und die direkte Übertragung in den realen Betrieb im Vordergrund stehen.

Welche Vorteile bietet Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline-Programmierung bietet folgende Vorteile:

  • Programmierung weitgehend ohne Produktionsunterbrechung
  • Deutlich verkürzte Programmier- und Inbetriebnahmezeiten
  • Höhere Programmqualität und Wiederverwendbarkeit
  • Sicheres Testen und Optimieren im virtuellen Modell

In der Praxis reduziert OLP vor allem die sonst notwendigen Stillstandszeiten auf ein Minimum.

Wann lohnt sich der Einsatz von OLP besonders?

OLP lohnt sich vor allem bei:

  • technologieintensiven Prozessen
  • häufigen Produktwechseln (Losgröße 1)
  • komplexen Bauteilen und Geometrien
  • hohem Programmieraufwand oder kostenintensiven Stillständen

Besonders in diesen Szenarien lassen sich mit OLP deutliche Effizienz‑ und Qualitätsgewinne erzielen.

Wie genau sind mit OLP erstellte Programme?

Bei korrekt aufgebautem digitalen Modell und Kalibrierung können sehr hohe Genauigkeiten erreicht werden.

In der Praxis ist jedoch meist ein geringes Nachjustieren an der realen Anlage erforderlich, um letzte Abweichungen zu korrigieren. Der Aufwand ist jedoch deutlich geringer als bei einer vollständigen Programmierung am Roboter.

Kann OLP auch in bestehenden Anlagen eingesetzt werden?

Ja, auch bestehende Anlagen können in vielen Fällen nachträglich für OLP digitalisiert werden, z. B. durch CAD‑Daten, Punktwolken oder Kalibrierungsverfahren.
Der Aufwand hängt dabei stark vom vorhandenen Datenstand und dem gewünschten Genauigkeitsgrad ab.

Wie aufwendig ist die Einführung von OLP?

Die Einführung hängt stark von Anwendung, Datenbasis und Projektumfang ab.

Neben der Software spielen Themen wie Datenqualität, Prozessverständnis und Kalibrierung eine zentrale Rolle.

In vielen Fällen erfolgt der Einstieg schrittweise, beginnend mit ausgewählten Anwendungsfällen.

Wie gelingt der erfolgreiche Einstieg in die Offline‑Programmierung?

Ein bewährter Einstieg umfasst:

  • Auswahl geeigneter Use Cases
  • Aufbau des digitalen Modells
  • erste Programme erstellen und testen
  • Schulung der Anwender

DUALIS begleitet diesen Prozess von der ersten Bewertung bis zur produktiven Nutzung und sorgt dafür, dass OLP nachhaltig im Unternehmen verankert wird.

Welche Herausforderungen gibt es bei OLP‑Projekten?

Typische Herausforderungen sind:

  • unvollständige oder ungenaue Daten
  • fehlendes Prozess-Know-how
  • Abstimmung zwischen virtuellem Modell und realer Anlage
  • unrealistische Erwartungen an Genauigkeit oder Einführungsaufwand

Mit Erfahrung und strukturierter Einführung lassen sich diese Punkte gezielt adressieren und minimieren.


Wie unterstützt DUALIS bei der Einführung von OLP?

DUALIS unterstützt Unternehmen bei:

  • Bewertung geeigneter Einsatzfelder
  • Aufbau des digitalen Zwillings
  • Erstellung erster Programme
  • Schulung und Wissenstransfer
  • Begleitung nach dem Go‑Live

Ziel ist es, OLP praxisnah einzuführen und nachhaltig im Unternehmen zu verankern.

Ist OLP für meinen Anwendungsfall geeignet?

Ob sich der Einsatz von Offline‑Roboterprogrammierung lohnt, hängt stark von Ihrem konkreten Prozess und den Anforderungen ab.

Besonders geeignet ist OLP bei:

  • technologieintensiven Anwendungen (z. B. Schweißen, Kleben, Bearbeiten)
  • hoher Variantenvielfalt oder häufigen Produktwechseln
  • komplexen Bauteilen und anspruchsvollen Geometrien
  • Situationen, in denen Stillstandszeiten reduziert werden sollen

Auch in weniger komplexen Anwendungen, z. B. bei klassischen Pick‑and‑Place‑Prozessen, kann eine Simulation sinnvoll sein – etwa zur Layoutplanung, Taktzeitoptimierung oder Absicherung von Abläufen.

Gern prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob und in welchem Umfang OLP für Ihren Anwendungsfall sinnvoll ist – und zeigen konkrete Potenziale auf.

Use Case analysieren lassen