Offline-Roboterprogrammierung (OLP)
Roboterprozesse effizient programmieren
während die Anlage weiterläuft
Was ist Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline‑Roboterprogrammierung beschreibt die Erstellung vollständiger Roboterprogramme an einem digitalen Zwilling der Anlage – unabhängig von der realen Produktionsumgebung. Anwender planen, erstellen, testen und optimieren Roboterprogramme virtuell, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen.
Dabei werden:
- Roboterkinematik
- Werkzeuge, Vorrichtungen und Bauteile
- technologiespezifische Prozessparameter
virtuell abgebildet. Das Ergebnis ist Roboter-Code, den Anwender nach der Prüfung direkt auf die reale Robotersteuerung übertragen können.
Im Unterschied zur reinen Simulation geht es bei der Offline‑Roboterprogrammierung nicht nur um Bewegungen, sondern um prozessrelevante Fertigungsaufgaben – etwa beim Schweißen, Kleben, Schleifen oder Lackieren.
Wie unterscheidet sich Offline‑ von Online‑Roboterprogrammierung?
Online‑Roboterprogrammierung
Bei der Online‑Roboterprogrammierung erfolgt die Programmerstellung direkt an der realen Anlage, meist über ein Teach‑Pendant. Bewegungen und Abläufe werden unmittelbar am Roboter eingelernt und getestet.
Typische Merkmale:
- Programmierung erfolgt an der realen Anlage
- Roboter steht währenddessen still
- Änderungen wirken sich sofort auf die Produktion aus
Dieses Vorgehen ist vor allem bei einfachen Anwendungen praktikabel, stößt jedoch bei komplexeren Prozessen schnell an Grenzen.
Offline‑Roboterprogrammierung
Bei der Offline‑Roboterprogrammierung werden Roboterprogramme virtuell am digitalen Zwilling der Anlage erstellt und getestet. Die reale Anlage kann währenddessen weiter produzieren.
Typische Merkmale:
- Programmierung erfolgt virtuell
- Die reale Anlage kann weiterlaufen
- Programme werden vor der Inbetriebnahme getestet und validiert
Faustregel:
Je komplexer der Prozess – und je höher die Anforderungen an Präzision, Variantenvielfalt und Anlagenverfügbarkeit – desto sinnvoller ist Offline‑Roboterprogrammierung.
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Zum Blog-Beitrag
Online vs. Offline-Roboterprogrammierung: Welches Verfahren steigert die Produktivität?
Wann reicht Online‑Roboterprogrammierung aus – und wann ist OLP die bessere Wahl? Wir vergleichen beide Ansätze anhand typischer Use Cases und geben eine kompakte Entscheidungshilfe für die Praxis, inklusive Einblicken in kombinierte Programmieransätze.
Bei welchen Anwendungen ist Offline‑Programmierung die richtige Wahl?
Nicht jede Roboteranwendung benötigt eine vollwertige Offline‑Roboterprogrammierung. Entscheidend ist, ob der Roboter lediglich bewegt oder tatsächlich fertigt.
Reine Handling‑ & Pick‑&‑Place‑Anwendungen
Für technologiearme Anwendungen reicht häufig eine Roboter‑ und Prozesssimulation aus. Der Fokus liegt hier auf Bewegung, Positionierung und Materialübergabe – nicht auf dem eigentlichen Fertigungsprozess.
Typische Szenarien sind:
- Maschinen be‑ und entladen
- Palettieren
- Übergaben im Materialfluss
- Sortier‑ und Positionieraufgaben
- einfache Pfadbewegungen ohne Prozesslogik
Hier ist Visual Components Professional oder Premium in der Regel ausreichend.


Simulation oder Offline‑Roboterprogrammierung – wo liegt der Unterschied?
Die Simulation dient der virtuellen Absicherung von Layout, Bewegungen und Abläufen – etwa hinsichtlich Erreichbarkeit, Taktzeit oder Kollisionen. Sie zeigt, ob ein Roboterprozess grundsätzlich funktioniert.
Die Offline‑Roboterprogrammierung (OLP) geht einen Schritt weiter. Sie erzeugt vollständige, fertigungstaugliche Roboterprogramme inklusive prozess‑ und technologiespezifischer Parameter, die direkt auf die reale Steuerung übertragen werden können.
Die zentrale Frage in der Praxis lautet daher:
Wann ist OLP die richtige Wahl – und wann reicht Simulation aus?
OLP sinnvoll
- Roboter bearbeitet das Bauteil aktiv (z. B. Schweißen, Kleben)
- Hohe Anforderungen an Genauigkeit und Prozessqualität
- Häufige Produktwechsel oder Varianten
- Komplexe Geometrien und Bewegungsabläufe
Simulation ausreichend
- Reine Handhabung (Pick & Place)
- Einfache, standardisierte Abläufe
- Fokus auf Layout und Materialfluss
Wenn der Roboter mehr tut als bewegen: Technologieintensive Fertigungsprozesse
Sobald Roboter aktiv in den Fertigungsprozess eingreifen, wird Offline‑Roboterprogrammierung zur Schlüsseltechnologie. In diesen Anwendungen geht es nicht nur um Bewegung, sondern um präzise, wiederholgenaue Prozessausführung.
Offline-Programmierung für robotergestützte Klebe- und Dichtprozesse
Klebe‑ und Dichtprozesse erfordern eine exakte Dosierung und gleichmäßige Raupenführung. Mit OLP werden Bewegungen und Prozessparameter wie Klebermenge, Start‑ und Stopppunkte oder Düsenschaltzeiten vorab definiert und virtuell geprüft.
Wann lohnt sich Offline‑Roboterprogrammierung?
Offline‑Roboterprogrammierung ist nicht für jede Roboteranwendung zwingend erforderlich. Ihr Nutzen entfaltet sich vor allem dann, wenn Komplexität, Präzision oder Variantenvielfalt steigen. Die folgenden Fragen helfen bei der Einordnung.
Offline‑Roboterprogrammierung lohnt sich insbesondere, wenn …
- der Roboter technologieintensive Prozesse ausführt (z. B. Schweißen, Kleben, Schleifen, Lackieren)
- Prozessparameter Bestandteil des Robotercodes sind
- häufige Produktwechsel oder Varianten vorgesehen sind
- neue Produkte programmiert werden sollen, während die Anlage weiter produziert
- mehrere Roboter koordiniert oder synchron arbeiten müssen
- Anlagenstillstände hohe Kosten verursachen
- Prozesse frühzeitig virtuell abgesichert werden sollen
Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto größer ist der Mehrwert von Offline‑Roboterprogrammierung gegenüber reiner Online‑Programmierung oder Simulation. In diesen Szenarien zahlt OLP direkt auf Effizienz, Qualität und Planungssicherheit ein.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Roboterprogrammierung?
Viele Unternehmen stehen bei der Programmierung von Industrierobotern vor ähnlichen Herausforderungen, insbesondere bei komplexen Anwendungen und steigender Variantenvielfalt:
- Programmänderungen müssen direkt an der Anlage vorgenommen werden und blockieren die laufende Produktion
- Neue Bauteile erfordern aufwendige Teach‑Prozesse und lange Inbetriebnahmezeiten
- Komplexe Geometrien lassen sich nur schwer reproduzierbar programmieren
- Hohe Variantenvielfalt erhöht den Programmieraufwand und erschwert standardisierte Abläufe
- Die Qualität der Programme hängt stark vom individuellen Know‑how einzelner Mitarbeiter ab
Diese Herausforderungen führen in der Praxis häufig zu verlängerten Stillständen, höherem Aufwand bei Produktwechseln und einer geringeren Prozesssicherheit.
Genau hier setzt die Offline‑Roboterprogrammierung an:
Mit OLP werden Roboterprogramme unabhängig von der realen Anlage in einer virtuellen Umgebung erstellt, getestet und optimiert. Das reduziert Stillstandszeiten, erleichtert den Umgang mit Varianten und sorgt für eine deutlich höhere Reproduzierbarkeit.

Welche Vorteile bietet Offline‑Roboterprogrammierung?
Reduzierte Stillstandszeiten der Anlage
Roboterprogramme entstehen außerhalb der laufenden Produktion. Anlagen müssen für Programmierung oder Anpassungen nicht oder nur deutlich kürzer stillstehen, was die Verfügbarkeit erhöht.
Bessere Planbarkeit von Änderungen und Produktanläufen
Änderungen am Produkt oder Prozess lassen sich virtuell vorbereiten und absichern. Das reduziert Unsicherheiten bei Anläufen und erleichtert die Planung von Umstellungen.
Höhere Programmqualität durch Tests im digitalen Zwilling
Virtuelle Tests ermöglichen es, Fehler, Kollisionen oder logische Probleme frühzeitig zu erkennen. Programme gehen dadurch stabiler und besser vorbereitet in den realen Betrieb.
Schnellere Produktwechsel und kürzere Ramp‑up‑Phasen
Neue Varianten oder Produkte können offline programmiert werden, während bestehende Prozesse weiterlaufen. Das beschleunigt den Übergang vom ersten Programm bis zur stabilen Serie.
Sichere Analyse von Sonderfällen und Grenzszenarien
Auch seltene oder kritische Situationen lassen sich virtuell untersuchen, ohne Risiko für Mensch, Anlage oder Produkt. Das erhöht die Prozesssicherheit insgesamt.
Durchgängige Zusammenarbeit im gesamten Prozess
Alle beteiligten Rollen – von der Arbeitsvorbereitung bis zur Inbetriebnahme – greifen auf denselben digitalen Zwilling zu. Das erleichtert die Abstimmung, reduziert Schnittstellenprobleme und sorgt für ein gemeinsames Prozessverständnis.
Welche Vorteile bietet OLP für unterschiedliche Nutzer?
Offline‑Roboterprogrammierung entfaltet ihren Nutzen entlang des gesamten Engineering‑ und Produktionsprozesses – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
Vorteile für Roboterprogrammierer
Offline‑Roboterprogrammierung verlagert einen Großteil der Programmierarbeit vom Shopfloor an den Arbeitsplatz. Programme können strukturiert erstellt, getestet und iterativ verbessert werden – ohne Zeitdruck durch laufende Produktion.
Typische Vorteile:
- Programmierung während der Betrieb weiterläuft
- Klare Trennung von Bewegung und Technologie
- Bessere Übersicht bei komplexen Pfad‑ und Prozesslogiken
- Wiederverwendbarkeit von Programmen und Bausteinen
- Sicheres Testen von Sonder- und Fehlerszenarien
Vorteile für Arbeitsvorbereitung & Fertigungsplanung
Für Arbeitsvorbereitung und Planung schafft OLP frühzeitig Transparenz über Abläufe, Machbarkeit und Varianten. Änderungen am Produkt oder Prozess lassen sich virtuell bewerten, bevor sie in der Produktion wirksam werden.
Typische Vorteile:
- Frühzeitige Absicherung von Prozessen
- Vergleich unterschiedlicher Prozessstrategien
- Kürzere Ramp‑up‑Phasen bei neuen Produkten
- Unterstützung bei Varianten- und Prototypenfertigung
- Bessere Planbarkeit von Ressourcen und Taktzeiten
Vorteile für Produktion & Instandhaltung
Aus Sicht von Produktion und Instandhaltung reduziert Offline‑Roboterprogrammierung ungeplante Eingriffe in laufende Anlagen. Änderungen werden vorbereitet und getestet, bevor sie in die reale Anlage eingespielt werden.
Typische Vorteile:
- Reduzierte Stillstandszeiten in der Produktion
- Stabilere Inbetriebnahmen und Prozessanläufe
- Weniger manuelle Nacharbeit an Roboterprogrammen
- Bessere Nachvollziehbarkeit von Änderungen für die Instandhaltung
- Schnellere Reaktion auf Produkt‑ oder Prozessanpassungen
Vorteile für Anlagenbauer & Systemintegratoren
Für Anlagenbauer und Integratoren ermöglicht OLP eine strukturierte, reproduzierbare Programmiermethodik über Projekte hinweg. Virtuelle Tests verkürzen Inbetriebnahmen und reduzieren Projektrisiken.
Typische Vorteile:
- Paralleles Arbeiten von Mechanik, Elektrik und Programmierung
- Kürzere Inbetriebnahme vor Ort
- Höhere Programmqualität bereits vor Auslieferung
- Wiederverwendung von Templates und Best‑Practice‑Lösungen
- Bessere Abstimmung mit Kunden und Fachabteilungen
Vorteile für Projektverantwortliche & Management
Offline‑Roboterprogrammierung zahlt direkt auf Wirtschaftlichkeit und Planungssicherheit ein. Risiken werden früher sichtbar, Projekte belastbarer kalkulierbar.
Typische Vorteile:
- Reduzierte Projektlaufzeiten
- Geringere Stillstands- und Anlaufkosten
- Bessere Termin- und Ressourcensicherheit
- Skalierbarkeit bei wachsenden Automationsgraden
- Unterstützung von Losgröße 1‑ und Variantenstrategien
Je komplexer der Roboterprozess und je größer der Varianten- oder Änderungsdruck, desto stärker wirkt sich Offline‑Roboterprogrammierung positiv auf Effizienz, Qualität und Planungssicherheit aus.

Wie funktioniert Offline‑Roboterprogrammierung?

Offline‑Roboterprogrammierung verlagert einen großen Teil der Programmierung und Absicherung in den digitalen Raum – und entlastet damit reale Anlagen und Produktionsprozesse.
1. Aufbau des digitalen Zwillings der Roboterzelle
Im ersten Schritt wird die reale Roboterzelle virtuell abgebildet. Dazu gehören Roboter, Achs- und Kinematikdaten, Werkzeuge, Vorrichtungen, Bauteile sowie die relevante Peripherie. Ziel ist ein digitales Modell, das die reale Anlage geometrisch und funktional möglichst exakt widerspiegelt.
2. Definition von Werkzeugen, Koordinatensystemen und Referenzen
Damit Roboterprogramme später korrekt ausgeführt werden können, werden Werkzeuge (TCP), Basen und Koordinatensysteme definiert. Diese Referenzen bilden die Grundlage für präzise Bewegungen und sorgen dafür, dass die virtuelle Programmierung eindeutig auf die reale Anlage übertragbar ist.
3. Kalibrierung von Roboter und Zelle (optional, aber entscheidend)
Bei technologieintensiven Anwendungen wird die virtuelle Zelle kalibriert. Ziel ist es, Abweichungen zwischen digitalem Modell und realer Anlage auf ein Minimum zu reduzieren. Eine hohe Übereinstimmung ist besonders wichtig, wenn der Roboter fertigt – etwa beim Schweißen oder Kleben, wo bereits kleine Positionsabweichungen sichtbar werden.
4. Erstellung von Roboterpfaden und Bewegungsabläufen
Auf Basis des digitalen Zwillings werden Roboterbahnen erstellt. Je nach Anwendung erfolgt dies manuell, halbautomatisch oder automatisiert. Dabei werden Bewegungen, Geschwindigkeiten, Übergänge und Prozessabfolgen so definiert, dass sie den realen Fertigungsablauf abbilden.
5. Definition von Prozess- und Technologieparametern
In der Offline‑Roboterprogrammierung werden nicht nur Bewegungen, sondern auch prozessspezifische Parameter festgelegt. Dazu zählen beispielsweise Schweißstrom und Drahtvorschub, Klebermenge und Düsenschaltzeiten oder Anpressdruck und Bearbeitungsstrategie. Diese Parameter sind integraler Bestandteil des späteren Robotercodes.
6. Simulation, Kollisionsprüfung und Validierung
Bevor ein Programm freigegeben wird, wird der gesamte Ablauf virtuell getestet. Dabei werden Kollisionen, Reichweiten, Taktzeiten und Prozessfolgen überprüft. Auf diese Weise lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und ohne Risiko korrigieren.
7. Generierung und Anpassung des nativen Robotercodes
Nach erfolgreicher Simulation wird aus dem virtuellen Modell nativer Robotercode erzeugt. Dieser ist auf die jeweilige Robotersteuerung zugeschnitten und berücksichtigt sowohl Bewegungen als auch Prozessparameter. Falls erforderlich, kann der Code zusätzlich angepasst oder ergänzt werden.
8. Übertragung und Inbetriebnahme an der realen Anlage
Im letzten Schritt wird der Offline erstellte Code auf die reale Robotersteuerung übertragen. Aufgrund der vorherigen Tests ist der Aufwand für Anpassungen bei der Inbetriebnahme deutlich reduziert. Änderungen und neue Varianten können zukünftig erneut offline erstellt werden, ohne die Produktion zu stoppen.
Wie unterstützt die OLP Suite von Visual Components die Offline‑Roboterprogrammierung?

Die OLP Suite von Visual Components unterstützt Unternehmen dabei, Offline‑Roboterprogrammierung standardisiert, herstellerunabhängig und skalierbar umzusetzen. Sie bildet den gesamten OLP‑Prozess auf Basis eines digitalen Anlagenmodells ab und unterstützt Anwender von der virtuellen Programmerstellung bis zur Übergabe lauffähiger Roboterprogramme an die reale Anlage.
Zentrale Unterstützungspunkte der OLP Suite
Durchgängiger OLP‑Workflow
Die Software unterstützt alle Schritte der Offline‑Roboterprogrammierung in einem konsistenten Workflow – von der virtuellen Zellenabbildung über die Programmerstellung bis zur Übergabe an die Robotersteuerung. So wird OLP zu einem wiederholbaren, strukturierten Prozess.
Ein‑Klick‑Programmierung für Roboterprozesse
Roboterbewegungen und ‑pfade lassen sich automatisiert erzeugen. Das reduziert den manuellen Programmieraufwand – insbesondere bei komplexen Geometrien, technologieintensiven Prozessen oder häufigen Varianten.
CAD‑basierte Programmerstellung
Bestehende CAD‑Daten von Bauteilen, Werkzeugen oder Vorrichtungen dienen direkt als Grundlage für die Offline‑Programmierung. Konstruktion und Programmierung greifen damit enger ineinander. Medienbrüche werden vermieden.
Postprozessoren für alle gängigen Robotermarken
Über integrierte Postprozessoren erzeugt die OLP Suite herstellerspezifischen, nativen Robotercode. Aktuell werden mehr als 20 etablierte Robotermarken unterstützt, sodass auch gemischte Roboterlandschaften mit einer einheitlichen OLP‑Lösung abgedeckt werden können.
Frühe Absicherung durch virtuelle Tests
Kollisionen, Reichweitenprobleme oder ungünstige Roboterstellungen lassen sich bereits im digitalen Modell erkennen und beheben. Programme gehen dadurch stabiler und besser vorbereitet in die reale Produktion.
Breite Prozessunterstützung
Die OLP Suite eignet sich für zahlreiche technologieintensive Anwendungen wie Schweißen, Bearbeiten, Kleben, Lackieren, Schneiden oder vorrichtungslose Montage und unterstützt damit unterschiedliche Automatisierungsszenarien auf einer Plattform.
Wie unterstützt DUALIS bei der Einführung von Offline‑Roboterprogrammierung?
OLP ist kein reines Softwareprojekt – entscheidend ist die richtige Einführung und Integration in bestehende Prozesse.
DUALIS versteht Offline‑Roboterprogrammierung daher als methodischen Baustein einer zukunftsfähigen Produktions‑ und Automatisierungsstrategie.
Als langjähriger Integrations‑ und Beratungspartner begleiten wir Unternehmen von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz von Visual Components OLP.
In der Praxis unterstützen wir Sie strukturiert entlang des gesamten Einführungsprozesses:
- Bewertung geeigneter Anwendungsfälle
- Aufbau des digitalen Modells
- Erstellung und Optimierung erster Programme
- Schulung und Enablement Ihrer Teams
- Begleitung im laufenden Betrieb
Ziel ist es, dass OLP nicht nur eingeführt, sondern nachhaltig und effizient genutzt wird.

Starten Sie jetzt mit der Offline‑Roboterprogrammierung
Sie planen den Einstieg in die Offline‑Roboterprogrammierung oder möchten bestehende Anwendungen weiterentwickeln?
DUALIS unterstützt Sie dabei – von der ersten Bewertung bis zur produktiven Nutzung von Visual Components OLP.
In drei Schritten zur richtigen OLP‑Entscheidung
1
Kurzes Erstgespräch
Wir analysieren Ihre Anforderungen und identifizieren erste Potenziale für den Einsatz von OLP.
2
Live-Demo mit praxisnahen Einblicken
Wir zeigen Ihnen anhand konkreter Anwendungsfälle, wie sich OLP in Ihrer Praxis sinnvoll einsetzen lässt.
3
Konkrete Handlungsempfehlung
Sie erhalten eine fundierte Bewertung und klare nächste Schritte – von der Einführung bis zum Go-Live.
FAQ zur Offline-Roboterprogrammierung (OLP)
Was ist Offline‑Roboterprogrammierung (OLP)?
Offline‑Roboterprogrammierung (OLP) ermöglicht die Erstellung und Optimierung von Roboterprogrammen in einer virtuellen Umgebung. Dadurch können Programme weitgehend unabhängig von der realen Anlage entwickelt und getestet werden.
In der Praxis bedeutet das:
Die Produktion wird während der Programmierung nicht unterbrochen, lediglich beim Übertragen und Einfahren des Programms entstehen kurze Stillstände. Diese sind jedoch deutlich geringer als bei der klassischen Online‑Programmierung.
Was ist der Unterschied zwischen Simulation und Offline‑Programmierung?
Simulation wird vor allem für Layoutplanung und Materialfluss eingesetzt.
Offline‑Programmierung geht einen Schritt weiter: Hier werden Roboterprogramme inklusive Bewegungsabläufen und Prozesslogik erstellt und direkt für die reale Anlage vorbereitet.
OLP wird insbesondere dann relevant, wenn Technologieprozesse, Genauigkeit und die direkte Übertragung in den realen Betrieb im Vordergrund stehen.
Welche Vorteile bietet Offline‑Roboterprogrammierung?
Offline-Programmierung bietet folgende Vorteile:
- Programmierung weitgehend ohne Produktionsunterbrechung
- Deutlich verkürzte Programmier- und Inbetriebnahmezeiten
- Höhere Programmqualität und Wiederverwendbarkeit
- Sicheres Testen und Optimieren im virtuellen Modell
In der Praxis reduziert OLP vor allem die sonst notwendigen Stillstandszeiten auf ein Minimum.
Wann lohnt sich der Einsatz von OLP besonders?
OLP lohnt sich vor allem bei:
- technologieintensiven Prozessen
- häufigen Produktwechseln (Losgröße 1)
- komplexen Bauteilen und Geometrien
- hohem Programmieraufwand oder kostenintensiven Stillständen
Besonders in diesen Szenarien lassen sich mit OLP deutliche Effizienz‑ und Qualitätsgewinne erzielen.
Wie genau sind mit OLP erstellte Programme?
Bei korrekt aufgebautem digitalen Modell und Kalibrierung können sehr hohe Genauigkeiten erreicht werden.
In der Praxis ist jedoch meist ein geringes Nachjustieren an der realen Anlage erforderlich, um letzte Abweichungen zu korrigieren. Der Aufwand ist jedoch deutlich geringer als bei einer vollständigen Programmierung am Roboter.
Kann OLP auch in bestehenden Anlagen eingesetzt werden?
Ja, auch bestehende Anlagen können in vielen Fällen nachträglich für OLP digitalisiert werden, z. B. durch CAD‑Daten, Punktwolken oder Kalibrierungsverfahren.
Der Aufwand hängt dabei stark vom vorhandenen Datenstand und dem gewünschten Genauigkeitsgrad ab.
Wie aufwendig ist die Einführung von OLP?
Die Einführung hängt stark von Anwendung, Datenbasis und Projektumfang ab.
Neben der Software spielen Themen wie Datenqualität, Prozessverständnis und Kalibrierung eine zentrale Rolle.
In vielen Fällen erfolgt der Einstieg schrittweise, beginnend mit ausgewählten Anwendungsfällen.
Wie gelingt der erfolgreiche Einstieg in die Offline‑Programmierung?
Ein bewährter Einstieg umfasst:
- Auswahl geeigneter Use Cases
- Aufbau des digitalen Modells
- erste Programme erstellen und testen
- Schulung der Anwender
DUALIS begleitet diesen Prozess von der ersten Bewertung bis zur produktiven Nutzung und sorgt dafür, dass OLP nachhaltig im Unternehmen verankert wird.
Welche Herausforderungen gibt es bei OLP‑Projekten?
Typische Herausforderungen sind:
- unvollständige oder ungenaue Daten
- fehlendes Prozess-Know-how
- Abstimmung zwischen virtuellem Modell und realer Anlage
- unrealistische Erwartungen an Genauigkeit oder Einführungsaufwand
Mit Erfahrung und strukturierter Einführung lassen sich diese Punkte gezielt adressieren und minimieren.
Wie unterstützt DUALIS bei der Einführung von OLP?
DUALIS unterstützt Unternehmen bei:
- Bewertung geeigneter Einsatzfelder
- Aufbau des digitalen Zwillings
- Erstellung erster Programme
- Schulung und Wissenstransfer
- Begleitung nach dem Go‑Live
Ziel ist es, OLP praxisnah einzuführen und nachhaltig im Unternehmen zu verankern.
Ist OLP für meinen Anwendungsfall geeignet?
Ob sich der Einsatz von Offline‑Roboterprogrammierung lohnt, hängt stark von Ihrem konkreten Prozess und den Anforderungen ab.
Besonders geeignet ist OLP bei:
- technologieintensiven Anwendungen (z. B. Schweißen, Kleben, Bearbeiten)
- hoher Variantenvielfalt oder häufigen Produktwechseln
- komplexen Bauteilen und anspruchsvollen Geometrien
- Situationen, in denen Stillstandszeiten reduziert werden sollen
Auch in weniger komplexen Anwendungen, z. B. bei klassischen Pick‑and‑Place‑Prozessen, kann eine Simulation sinnvoll sein – etwa zur Layoutplanung, Taktzeitoptimierung oder Absicherung von Abläufen.
Gern prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob und in welchem Umfang OLP für Ihren Anwendungsfall sinnvoll ist – und zeigen konkrete Potenziale auf.